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Geleitwort
Geschäftsprozessmodellierung
erfreut sich seit über zehn Jahren intensiver Aufmerksamkeit in Praxis und
Theorie der Wirtschaftsinformatik. Antworten auf die aktuelle wirtschaftliche
Situation setzen zu einem erheblichen Teil bei der Straffung und Verbesserung
bis Neugestaltung der Unternehmensprozesse an mit dem Ziel, damit einerseits
die Kundenorientierung zu verstärken und andererseits unnötige Kosten zu vermeiden.
Dabei gilt als selbstverständlich, dass neue bzw. verbesserte Prozesse, die effektiv
und effizient arbeiten sollen, nur mit optimalem Einsatz von Informationstechnologie
realisierbar sind.
Im
gleichen Zeitraum hat sich in der Informatik die objektorientierte Entwicklung
immer weiter durchgesetzt, seit einigen Jahren zunehmend ergänzt durch neue
Konzepte nach dem Paradigma der agilen Softwareentwicklung. Als breit bekannter und praktizierter Standard hat
sich die seit Ende 1997 von der Object Management Group (OMG) vertretene
Unified Modeling Language (UML) als Modellierungssprache für Spezifikation,
Design und Dokumentation objektorientiert entwickelter Systeme etabliert.
Neu
modellierte bzw. verbesserte Geschäftsprozesse müssen in betriebliche Informationssysteme
umgesetzt werden. An dieser Schnittstelle entstehen in der Praxis noch häufig
Probleme, weil Vorgehensweise, Methoden und Werkzeuge der Geschäftsprozessmodellierung
einerseits und der objektorientierten Entwicklung andererseits weitgehend
unabhängig voneinander entstanden sind und sich deshalb deutlich unterscheiden.
Diese zeit- und fehlerträchtige Bruchstelle zu überbrücken, ist Ziel des
vorliegenden Buches „Objektorientierte Geschäftsprozessmodellierung mit der
UML“.
Hervorzuheben
sind eine Reihe weiterer Vorzüge dieser Methodik. Sie ist im Buch, wie meine
Kollegin Susanne Strahringer von der European Business School anmerkt, „didaktisch
sehr gut aufbereitet und hervorragend strukturiert“. Die Buchautoren arbeiten
seit Jahren in der objektorientierten Entwicklung, wie u.a. die vielen
einschlägigen Publikationen des Hauptautors Bernd Oestereich belegen. Sie haben
die Methode seit 2001 in engem Kontakt mit der Praxis entwickelt, dort vielfach
angewandt und auf der Basis ihrer Erfahrungen sukzessive verbessert. Ein
wichtiger Aspekt ihrer Methode ist größtmögliche Einfachheit und damit
verbunden die Verpflichtung auf die Grundsätze agiler Softwareentwicklung.
Darüber hinaus ist die im Buch an vielen Beispielen veranschaulichte
Vorgehensweise anbieterneutral und lässt sich mit fast jedem gebräuchlichen
UML-Tool kombinieren.
Das
alles spricht dafür, dass Sie als Leserin bzw. Leser das Buch nicht nur studieren
(wobei Glossar und Index Sie zusätzlich unterstützen), sondern im Anschluss
daran die „Objektorientierte Geschäftsprozessmodellierung mit der UML“ an einem
geeigneten echten oder Studienprojekt ausprobieren und testen. Dazu wünsche ich
Ihnen nicht nur viel Erfolg, sondern auch eine gehörige Portion Spaß!
Prof. Dr. Heidi Heilmann
Sindelfingen, im Mai 2003
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